Übungen

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Großübung in Honerdingen – 65 Kräfte im Einsatz

Am Donnerstagabend den 07. Mai 2015 fand in Honerdingen eine größere Einsatzübung statt. Auf dem Gelände der AGRAVIS kam es aus bisher unbekannten Gründen im Ersatzteillager zu einem Feuer, es wurden vier Personen in dem stark verrauchten und verwinkelten Bereich vermisst. Obendrein kam es auf dem weitläufigen Gelände zu einem Unfall, bei dem drei Personen unter einem Gummiwagen, der Schaufel eines Teleskopladers und unter einem landwirtschaftlichen Gerät eingeklemmt wurden. Der Einsatzleiter Mirko Kruse ließ aufgrund der Lage noch die komplette Ortsfeuerwehr Walsrode anrücken, da die eigenen Kräfte nicht ausreichten. Er teilte sie in insgesamt drei Abschnitte ein; Menschenrettung und Brandbekämpfung Gebäude Nord- und Südseite sowie Technische Hilfe.
Bei der Technischen Lage wurden als Erstmaßnahme die Verletzten betreut und die schweren Hindernisse
gegen unbeabsichtigtes Verrutschen gesichert. Im Anschluss setzte die Rüstwagenbesatzung unterschiedliche Rettungsgeräte, wie Hebekissen und Spreitzer ein, um die Personen aus den misslichen Lagen zu befreien. Um den Arbeitsbereich zu vergrößern, wurde der Gummiwagen nach Rettung der ersten Person mittels Anhängekupplung des Rüstwagens aus dem Gefahrenbereich gezogen. Danach konnten auch die weiteren Personen zügig befreit werden. Im Lager wurden insgesamt vier Atemschutztrupps eingesetzt, die in dem verrauchten Gebäude die Vermissten retteten und das imaginäre Feuer löschten. Danach wurde das Bürogebäude mittels Hochleistungslüftern rauchfrei gemacht. Insgesamt wurden 2 C-Rohre im Innenbereich, ein Hydroschild zur Abriegelung und das Wenderohr der Drehleiter im Dachbereich eingesetzt. Nach rund einer Stunde war die Übung beendet und die gebrauchten Materialen wurden an den Schlauchwechselwagen der FTZ Soltau übergeben.    

Bei der Nachbesprechung gingen die Übungsleiter, Ortsbrandmeister Michael Schlüter aus Honerdingen und Stephan Wagner aus Walsrode, auf die eingeleiteten Maßnahmen des Einsatzleiters und seiner Zugführer ein. Das Übungsziel war es, das neu erbaute AGRAVIS-Gelände kennenzulernen, die bereits gute Zusammenarbeit der beiden Ortsfeuerwehren zu verfestigen und die unterschiedlichen Einsatzlagen abzuarbeiten. Die gemachten Erfahrungen und Probleme werden im Nachgang mit den Verantwortlichen besprochen, um Verbesserungen herbeizuführen. Der Lagerleiter Jochen Meyer freute sich über den Übungsbesuch und Dankte für die geleistete Arbeit. Insgesamt waren 65 Ehrenamtliche mit neun Fahrzeugen und der Schlauchwechselwagen der Kreisfeuerwehr vor Ort.    


Die Brandbekämpfung und Menschenrettung wird vor der Werkstatthalle vorbereitet


In Nordabschnitt wurde die Drehleiter an der Brandwand zwischen Werkstatt und Verwaltungsteil eingesetzt


Der Angriffstrupp betritt den verrauchten Lagerbereich


Unter einem landwirtschaftlichen Anhänger ist "eine Person" eingeklemmt





Eine gerettete Person wird zur Verletztensammelstelle gebracht

Text und Bilder: Jens Führer (Kreispressesprecher)




Grossübung der Umweltbereitschaft in Walsrode



Am Samstag, den 18.10.2014 wurde die Ortswehr Walsrode zu einem PKW-Brand in die Straße „An der Gänseweise“ alarmiert. Als die ersten Helfer an der Einsatzstelle eintrafen, hatte der Besitzer bereits mit einem Feuerlöscher versucht, das Feuer in seinem Auto zu ersticken. Der Besitzer war vom Labor der Genossenschaft LBAG, in dem er arbeitete, auf den Brand aufmerksam geworden. Bei einer kurzen Rückkehr ins Labor stellte der Autobesitzer zunächst Bittermandelgeruch fest. Als er seinen „Hund“ tot dort liegen sah, schlussfolgerte er, dass es sich um hochgiftige Blau- oder Ameisensäure handeln musste, die freigesetzt wurde, nachdem ihm eine Flasche umgekippt war. Die Feuerwehr Walsrode löste daraufhin gegen 13:30 Uhr Großalarm für die Umweltbereitschaft aus. Was sich gefährlich anhörte, war zum Glück nur das Szenario einer nicht angekündigten Alarmübung, die vom Kreisbereitschaftsführer Umwelt, Rainer Seebeck, ausgearbeitet und vorbereitet wurde. Neben der Gefahrgutlage im Labor hatte Seebeck auch eine Lage für den sogenannten Atemschutz/Strahlenschutzzug der Umweltbereitschaft vorbereitet. Im Siloturm ereignete sich in etwa 30 Metern Höhe eine Staubexplosion, infolge derer drei Arbeiter, die dort einen Messstrahler hatten einbauen wollen, vermisst wurden. Die Arbeiter wurden durch schwere Übungspuppen dargestellt. Die restlichen Züge der Umweltbereitschaft (Gefahrgut, Dekontamination und Spüren/Messen) wurden beim vermeintlichen Stoffaustritt im Labor eingesetzt. Unter Chemikalienschutzanzügen (CSA) wurden weitere Personen gerettet, Messungen durchgeführt und der „ausgelaufene Stoff“ aufgefangen, gebunden und gesichert. Nach dem Einsatz im Gefahrenbereich wurden sämtliche eingesetzte CSA-Träger in der Dekonanlage dekontaminiert. Der Dekonzug, bestehend aus den Feuerwehren Honerdingen, Hodenhagen und Gr. Eilstorf, konnte seine gestellten Aufgaben zügig und professionell abarbeiten. Nach gut 2,5 Stunden wurde von der Übungsleitung das Übungsende vermeldet. Insgesamt nahmen über 100 Einsatzkräfte aus dem gesamten Heidekreis an dieser Übung teil, davon 23 Mitglieder des Fachzugs Dekontamination (12 aus Honerdingen). Von der Übung machten sich Kreisbrandmeister Hartmut Staschinski, die Abschnittsleiter Thomas Ruß und Richard Meyer, Stadtbrandmeister Volker Langrehr und vom Landkreis Michael Gabler ein Bild. Nach einer kleinen Stärkung konnten die Mitglieder der Umweltbereitschaft in ihr wohlverdientes Wochenende entlassen werden.










Großübung am Heidekreisklinikum


Am Samstag den 13. September 2014 wurde die Feuerwehr Honerdingen per Sirene und Funkmeldeempfänger gegen 10 Uhr alarmiert. Der vermeintliche Einsatzort sollte
das Heidekreisklinikum in Walsrode sein. Ein Feuer sollte auf der Intensivstation ausgebrochen sein. Neben der Feuerwehr Honerdingen wurden die Feuerwehren Walsrode,
Benzen, Hünzingen und Bad Fallingbostel mit dem neuen Hubrettungsfahrzeug alarmiert. Schnell konnte aber Entwarnung gegeben werden. Bei der Alarmierung handelte es
sich um eine Alarmübung die nicht angekündigt wurde. Nur wenige Personen waren eingeweiht. Die "Einsatzstelle" wurde in drei Abschnitte eingeteilt. Mit den Hubrettungs-
fahrzeugen aus Walsrode und Bad Fallingbostel wurden Personen aus den oberen Etagen gerettet. Atemschutztrupps retteten weitere Personen über die Treppenhäuser.
Nach ca. 1,5 Stunden waren die Übungsziele erreicht. Nach einer kurzen Besprechung zum Übungsablauf und einer kleinen Stärkung aus der Küche des Heidekreisklinkums
konnten die ehrenamtlichen Brandschützer in ihr verdientes Wochenende.
Noch eine kleine Anmerkung zur Übung: Sollte es tatsächlich zu einem größeren Brand im Krankenhaus kommen, würden erheblich mehr Einsatzkräfte alarmiert werden. Dies
würden weitere Feuerwehren und Kräfte vom Rettungsdienst sein.





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