Kommersabend

Werbepartner der Freiwilligen Feuerwehr Honerdingen

       
     
       
       
       
       
       
       
       
       
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Kommersabend der Freiwillige Feuerwehr Honerdingen.


Zum Kommersabend konnte der Ortbrandmeister Michael Schlüter, auch im Namen seines Stellvertreters Mirko Kruse, am vergangenen Samstag zahlreiche Gäste begrüßen. Darunter den Stadtbrandmeister Richard Meyer sowie seine beiden Stellvertreter Volker Langrehr und Gerold Bergmann, den Kreisbrandmeister Uwe Quante, den Abschnittsleiter Hartmut Staschinski mit seinem Stellvertreter Dieter Fricke, den Ehrenstadtbrandmeister Henning Schmale, den Bereitschaftsführer Umwelt Rainer Seebeck, den Kreisbrandmeister a.D. Hermann Völker, den Kreisjugendfeuerwehrwart Jörg Freitag und viele Abordnungen befreundeter Feuerwehren und Vereine. Seitens der Politik waren Bürgermeisterin Silke Lorenz, Landrat Manfred Ostermann und Ortsvorsteher Hartmut Mindermann erschienen, anwesend war auch der zuständige Pastor Delventhal.

Die Feuerwehr leistet weitaus mehr als Retten, Löschen, Bergen und Schützen, so Schlüter in
seiner Rede, die Ehrenamtlichen sind nicht nur Retter und Helfer in der Not. Andere Arbeiten sind ein wichtiger Beitrag für die Allgemeinheit. Die Jugendarbeit ist unbezahlbar und nicht hoch genug zu bewerten, dort gibt es kein Abhängen, aber es werden Werte wie Kameradschaft und Hilfsbereitschaft an die Jugendlichen weitergegeben. Mit den Dörfern ist die Feuerwehr gesellschaftlich eng verbunden, oft sind sie der Mittelpunkt, organisieren Ostereiersuchen, Festumzüge, Osterfeuer und machen damit die Orte lebenswert. Die Ehrenamtlichen sind aus dem öffentlichen Leben nicht wegzudenken – genau wie in Honerdingen.
 
Dies ist möglich, weil sich 1938 fünfundzwanzig Bürger entschieden, aus einer Pflichtfeuerwehr heraus eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. An welchem Tag genau ließ sich nicht mehr herausfinden, was aber auch nicht schlecht ist, so Schlüter, denn so kann das ganze Jahr über das Jubiläum gefeiert werden. Angefangen mit dem Kommersabend im Mai, dann den Stadt- und Kreiswettbewerben im Juni, gefolgt von der Dieter Schwarze Plakette der Jugendfeuerwehren im September und einem großen Zapfenstreich im Oktober. Er dankte noch den Mitgliedern für das große Engagement in der Ortsfeuerwehr, was bis zum Opfern von Jahresurlaub geht. Es sei beruhigend eine Truppe zu haben, die die notwendigen Arbeiten selbstständig und verlässlich erledigt. Sein Dank  ging aber auch an die Partnerinnen und Partner. „Ihm ist nicht bange um die Zukunft der Ortsfeuerwehr Honerdingen, aber wir
dürfen uns nicht ausruhen sondern immer aktiv bleiben“, so Schlüter weiter.

Danach übergab er das Wort an seine Vorgänger, die mit viel Witz und einigen Anekdoten durch die Chronik führten, die anlässlich des 75-jährigen Jubiläums mit Hilfe von Sina Jahns
erstellt wurde. Hein Wilhelm Petersen erinnerte an die Gründungsjahre und benannte alle
Gründungsmitglieder unter dem ersten Leiter Willi Joost – „die kenne ich  noch alle mit
Vornamen, ich habe damals Onkel zu ihnen gesagt“, so Petersen. Im Krieg gab es eine Frauengruppe um die Männer zu ersetzen, die ins Feld zogen. Nach dem Krieg löste sie sich wieder auf, es mussten keine ernsthaften Einsätze abgearbeitet werden. 1954 wurde Willi Wolter Ortsbrandmeister und ein neues Gerätehaus wurde bezogen, im Dezember 1958 erste kam das erste Löschgruppenfahrzeug nach Honerdingen. 1974 wurde die Ortschaft eingemeindet und Teil der Stadtfeuerwehr Walsrode, es folgte die Gründung einer Jugendfeuerwehr. 1976 wurde Hein Wilhelm Petersen neuer Ortsbrandmeister, wusste Horst
Lehmkuhl zu berichten. Die Ortsfeuerwehr entwickelte sich zu einer modernen und schlagkräftigen Einheit, die bei der  Waldbrandkatastrophe in Celle eingesetzt wurde. 1982 wurde Horst Lehmkuhl der neue Leiter, unter seiner Regie wurde das 10. Jubiläum der Jugendabteilung mit einem großen Kreiszeltlager begangen. 1986 gab es einige Großbrände wie beim Studio 78 , dem Bierhaus Grünenthal und dem Restaurant Sanssouci – bei minus
22 Grad waren die offenen Gewässer gefroren und mit Motorsägen wurde die Eisschicht geöffnet, um an das Löschwasser zu kommen. 1995 kam es zur Gründung des Spielmannszuges, und die erste Feuerwehrfrau Patricia Grote wurde aufgenommen. Im Jahre 1999 übernahm Andreas Bergmann das Amt, er erinnerte an die Jahrtausendwende - gleich um 0.16 Uhr rief man die Honerdinger Helfer zu einem Einsatz in Walsrode. Ein Anbau an das Gerätehaus wurde 2001 mit viel Eigenleistung erstellt und man übernahm in der Kreisfeuerwehr den Dekontaminationspart in der Umweltbereitschaft. 2002 war ein unruhiges Jahr mit 14 Einsätzen, darunter mehrere Tage Elbehochwasser in Schnakenburg. Ein neues Löschfahrzeug, sogar mit einem Wassertank, wurde in Dienst gestellt. Im März 2011 übernahm das Amt des Ortsbrandmeisters Michael Schlüter, kurz danach am 21. August wurde die Kinderfeuerwehr, die siebte im Kreis, gegründet.
Bei den Grußworten gratulierte der Landrat und fragte sich, wie das Feuerwehrwesen wohl in weiteren 75 Jahren aussehen wird - vielleicht schweben Drohnen über uns, mit modernster digitaler Videotechnik, Fahrzeuge ohne Fahrer, die von der Leitstelle gesteuert werden?
„Vermutlich nicht, es werden sicher weiter gut ausgebildete und motivierte Menschen mit Erfahrung gebraucht, die Entscheidungen treffen und professionell helfen“, so Ostermann.

Bürgermeisterin Silke Lorenz dankte ebenfalls und sagte, das das Motto Retten, Löschen, Bergen und Schützen gut zusammenfasst, was die Feuerwehr leistet und die Ehrenamtlichen von anderen nicht beachtet Gefahr für Leib und Leben in Kauf nehmen um andern zu helfen, das ist heute keine Selbstverständlichkeit. Eine Flächendeckend Gefahrenabwehr lässt Bürgerinnen und Bürger ruhig schlafen, sie können sich auf die Feuerwehr verlassen, das beweisen die Mitglieder der Ortsfeuerwehr immer wieder.
 
Der Kreisbrandmeister Quante machte deutlich, dass das Honerdinger Engagement sehr weit über das hinausgeht, was man von einer Feuerwehr mit Grundausstattung erwarten darf. Es gibt eine sehr aktive Einsatzabteilung, die auch in Nachbargemeinden oft hilft, die Aufgabe als Dekongruppe in der Umweltbereitschaft ist arbeitsreich und mit viel Aufwand verbunden. Aber auch seit fast 40 Jahre Jugendfeuerwehrarbeit, als Fundament für Zukunft, genau wie die Gründung der Löschbären. Seit Jahren ein Spielmannszug der über die Grenzen des Kreises heraus bekannt ist. Mit seinem besonderer Dank dafür überreichte er die Ehrenurkunde des Landesfeuerwehrverbandes an den Stellvertretenden Ortsbrandmeister Kruse, ernannte Schlüter offiziell zum Zugführer des Fachzuges Dekon, beförderte den Bereitschaftsführer Andreas Bergmann zum Hauptbrandmeister und ehrte Olaf Schimmelpfennig mit der Ehrennadel in Silber der Bundesverbandes der Musikzüge.

Richard Meyer dankte im Namen der Stadtfeuerwehr und sagte, dass das Ehrenamt von handelnden Personen lebt, die andre motivieren und mitziehen können. „Wir machen es gemeinsam, wir fragen nicht was wir dafür bekomme, wir helfen wenn es nötig ist“, so Meyer.
 
Ortsvorsteher Hartmut Mindermann ist stolz auf solch eine Feuerwehr, die gibt es nicht in jeder Ortschaft, dafür sprach er seinen aufrichtige Dank aus, bevor  Pastor Delventhal, von einer Konfirmationsnachfeier erzählte, als plötzlich fast alle Männer weg waren, denn es gab einen Brand in Honerdingen zu löschen – „Ihr seid sind immer da für andere, auch bei Familienfeiern, plötzlich stehen die Angehörigen alleine da, weil ein Einsatz ist. Was Ihr leistet ist unaussprechbar“ so der Pastor.

Der Abend klang mit einem gemeinsamen Essen und guten Gesprächen aus.

 
Das Schützenhaus war fast bis zum letzten Platz besetzt
 

Ortsbrandmeister Michael Schlüter bei seiner Begrüßung








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