Chronik

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Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Honerdingen

 78 Ereignissreiche Jahre im Rückblick    

Die Freiwillige Feuerwehr Honerdingen ging 1938 aus der bestehenden Pflichtfeuerwehr hervor, die in den Jahren 1934/35 gegründet wurde. Eine erste handschriftliche Namensliste von 1935 nennt folgende Mitglieder der Pflichtfeuerwehr:    W. Joost, H. Warnecke, W. Leitzmann, H. Wildung jun., H. Wildung sen., H. Kuhlmann, W. Volmer, A. Petersen, H. Köhler, H. Menke, R. Precht, K. Meyer, A. Precht, W. Schweer, A. Warnecke, H. Sauer.

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Honerdingen 1939: W. Busse, A. Rosebrock, H. Dehnbostel, W. Gellermann, G. Wehrs, F. Gathmann, K. Sommer, F. Rosebrock, H. Rosebrock, H. Willenbockel, E. Eggerichs, F. Wehrs, H. Busse, M. Bertram, W. Grünhagen, H. Vesper, H. Brinkmann, H. Kräher, W. Petersen, H. Küddelsmann, G. Köhler, E. Hornig, A. Riefling, H. Petersen, F. Holste, F. Meineke

Diese Kameraden kann man wohl als Gründungsmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Honerdingen betrachten. Einen genauen Gründungstag im Jahr 1938 konnte leider in den noch vorhandenen Unterlagen nicht mehr gefunden werden. Erster Ortsbrandmeister der neugegründeten Wehr wurde Willi Joost. Als erstes Löschgerät stand der Wehr eine von Hand gezogene Handdruckspritze mit Schlauchwagen zur Verfügung, die im Jahre 1936 für 200 Reichsmark von der Feuerwehr Visselhoevede erworben wurde. Diese Geräte wurden im alten Gerätehaus, das sich in einem ehemaligen Pferdestall am Pfarrhaus befand, untergebracht. Die Alarmierung geschah durch Feuerhörner, die Feuerwehrkameraden zu Haus in Verwahrung hatten. Diese Häuser galten als Feuermeldestellen. Bei einem Brand fuhren diese Kameraden mit Fahrrädern durch das Dorf und alarmierten die Bevölkerung.

Im Jahr 1937 wurde mit den Gemeinden Walsrode, Benzen, Hollige, Fulde , Schneeheide und Hünzingen ein Löschverband gegründet, der den Zweck hatte, gemeinsam Löschgeräte und andere Ausrüstung zu beschaffen und zu unterhalten. 1939 wurden im Ort zur Verbesserung der Löschwasserversorgung vier Löschwasserbrunnen angelegt. Das Jahr 1942 brachte einen großen Fortschritt für die Wehr. Es wurde die erste Motorspritze angeschafft. Eine Flader Kleinmotorspritze Siegerin. Außerdem ein Tragkraftspritzenanhänger (TSA) zum Transport für Pumpe und weiteres Löschgerät. Die Geräte kosteten damals 2500 Reichsmark.

In den ersten Jahren ihres Bestehens blieb die Wehr von großen Einsätzen verschont. Durch die Nähe der Rüstungsbetriebe Wolff und Eibia wurde man des öfteren zu Übungen gerufen. Auch Ortsbrandmeister Willi Joost war dafür bekannt, daß er oft aus heiterem Himmel einen Übungsalarm auslöste.

In den Kriegsjahren wurden auch in Honerdingen immer mehr Männer zur Wehrmacht eingezogen und es war nicht mehr möglich, den Brandschutz im Ort zu gewährleisten. Auf Betreiben von Ortsbrandmeister Willi Joost gründete man eine Frauengruppe in der Wehr. Nach der Freiwilligen Feuerwehr Schwarmstedt war dies die zweite Frauengruppe im Altkreis Fallingbostel. Zur Uniform gehörten blaue Jacken und Hosen. Als Kopfbedeckung ein Käppi. Für Übungsdienste stand eine grüne Drillichuniform zur Verfügung. Geübt wurde jede 2. Woche am Samstagnachmittag mit der alten Handdruckspritze. Als nach Ende des Krieges die Männer ins Dorf zurückkehrten, löste sich die Frauengruppe auf. Ernsthafte Einsätze gab es in dieser Zeit nicht.

In den wirren der letzten Kriegstage wurde de TSA von englischen Truppen beschlagnahmt. Er tauchte nie wieder auf. Sofort nach Kriegsende bemühte man sich daher um einen Ersatz. Nach einigem Suchen fand man einen ebenfalls beschlagnahmten TSA, den durchziehende Truppen in Walsrode hatten stehenlassen. Dieser wurde repariert und der Feuerwehr zur Verfügung gestellt.

Bald nach Kriegsende sammelten sich die nach und nach heimkehrenden Kameraden  um Ortsbrandmeister Joost und es konnte wieder ein erster Feuerwehrdienst durchgeführt werden. Ein Jahr nach dem Ende des Krieges konnte schon wieder ein Feuerwehrball gefeiert werden. Der Ball fand im Saal des Gasthauses Voltmer statt. Durch die Polizeistunde um 22 Uhr mußte er kurz unterbrochen werden und man zog um, auf die Diele von Kuhlmanns. Dort wurde mit Selbstgebranntem bis in den Frühen Morgenstunden weitergefeiert. 1948 nahm die Wehr an ersten Wettkämpfen teil. Allerdings nur mit mäßigem Erfolg, da die eingesetzte Pumpe so ihre Mucken hatte.
Im Jahr 1954 übernahm Willi Wolter das Amt des Ortsbrandmeisters Willi Joost, der zum Ehrenbrandmeister ernannt wurde. In den Jahren 1954/55 wurde das neue Gerätehaus mit Gemeindebüro in der Ortsmitte gebaut. Einen großen Teil des Gebäudes erstellten die Kameraden der Wehr in Eigenleistung. Zu diesem Zeitpunkt wurde die erste Sirene im Ort installiert. Eine zweite Sirene kam später in der Siedlung am Wacholderweg hinzu. Feuermeldestellen waren zu diesem Zeitpunkt bei Herbert Schlüter, Kaufmann Clausen und am Gerätehaus eingerichtet. Zur weiteren Verbesserung der Löschwasserversorgung baute man 1957 den ersten Löschwasserbehälter (Zisterne) mit einem Fassungsvermögen von 60 Kubikmetern bei der Hofstelle Meyer. Drei weitere sollten in den Jahren bis 1963 noch folgen.

Am 15. Dezember 1958 erhielt die Wehr als einen der ersten kleinen Ortswehren ein Löschgruppenfahrzeug mit eingeschobener Tragkraftspritze, LF 8 TS. Wie aus einem Zeitungsbericht zu entnehmen ist, war dies ein großer Tag für die Wehr. Das Fahrzeug kostete damals 22000 DM. Durch diese Anschaffung konnte die Schlagkraft der Wehr deutlich erhöht werden. In den folgenden Jahren wurde vermehrt Schlauchmaterial beschafft, um auch die etwas abgelegenen Höfe im Ort erreichen zu können. 1963 wurden in der Wehr die ersten Ausbildungspläne aufgestellt. Die Themen: Grundausbildung, Brandbekämpfung, Retten und Selbstretten, Erste Hilfe und Angriffsübungen. In diesem Jahr konnte das 25 jährige Bestehen der Wehr gefeiert werden. In einem Festzelt beim Gasthaus Voltmer fand ein Feuerwehrfest statt. Die Wehr zählte 28 Kameraden.

Im Jahr 1964 wurde die Wehr auch im überörtlichen Brandschutz tätig. Das LF 8 wurde im 1. Zug der Kreisbereitschaft integriert. Ein Zeichen für den guten Ausbildungsstand in der Wehr.  1966 nahmen mehrere Mitglieder der Wehr an einer Gruppenführerausbildung auf Unterkreisebene teil.  Die nächsten Jahr verliefen für die Wehr in ruhigem Rahmen. Die Zeit war ausgefüllt mit Aus- und Weiterbildung der Kameraden. Nur im Jahr 1968 wurde die Wehr im Rahmen der nachbarschaftlichen Löschhilfe zum Großbrand des Hotel Fallingbosteler Hof gerufen. In dieser Zeit setzte sich Kunststoff als Baumaterial für Haus- und Einrichtungsgegenstände immer mehr durch. Aus diesem Grund beantragte man 1964 zum Schutz der eingesetzten Feuerwehrmänner zwei Preßluftatmer, die 1970 endlich beschafft werden konnten. Zusätzlich erhielt die Wehr zwei Handsprechfunkgeräte. Im gleichen Jahr fanden die Unterkreiswettkämpfe im Ort statt. Am 13.11.1972 wurde der alte Schlauchturm , der hinter dem Gerätehaus stand, Opfer des großen Orkans. In diesem Jahr erhielt die Wehr eine Motorsäge und ein festinstalliertes Funkgerät im Fahrzeug.

Im Jahr 1973 erhielt die Wehr ein neues Löschgruppenfahrzeug. Ortsbrandmeister Willi Wolter konnte am 24. Oktober ein LF 8 schwer in Empfang nehmen. Das Fahrzeug kostete 89000 DM. Dieses moderne Fahrzeug bedeutete einen weiteren großen Fortschritt für die Wehr. Das alte LF 8 TS blieb als Mannschaftstransportwagen (MTW) erhalten. Durch die größeren Abmessungen des neuen Fahrzeuges mußte das Gerätehaus erweitert werden. Die Erweiterung wurde von den aktiven Kameraden und einigen fördernden Mitgliedern der Wehr in 150 Stunden Eigenleistung vollbracht. Dies waren die letzten großen Ausgaben der selbständigen Gemeinde Honerdingen. Im Zuge der Gebietsreform vom 1. Mai 1974 wurde Honerdingen in die Stadt Walsrode eingemeindet und die Freiwillige Feuerwehr Honerdingen eine Ortswehr der Stadtfeuerwehr Walsrode.

Seit längerer Zeit machte man sich Gedanken um den Nachwuchs für die Feuerwehr. Aus diesem Grund wurde am 26. April 1974 eine Jugendfeuerwehr gegründet.  Im Spätherbst 1974 erschreckte eine Serie von Scheunenbränden die Bevölkerung des Ortes. Innerhalb von fünf Wochen brannten drei große Scheunen bis auf die Grundmauern nieder.

Im Jahr 1976 übernahm H.W. Petersen das Amt des Ortsbranmeisters von Willi Wolter, der sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung stellte. Unter seiner Leitung hatte sich die Feuerwehr Honerdingen zu einer modern ausgerüsteten, gut ausgebildeten, schlagkräftigen Wehr entwickelt.
Im oberen Bereich des Dorfes (Vor dem Balken) wurde eine neue Sirene installiert und mit der Sirene auf dem Gerätehaus gekoppelt. Die Ausrüstung der Wehr konnte durch weiteres Schlauchmaterial, Löschlanzen und einen Greifzug weiter verbessert werden. Im Rahmen der Kreisbereitschaft nahm Honerdingen an der Bekämpfung des riesigen Waldbrandes im Gebiet Celle, Gifhorn bei Lutterloh teil. Der Einsatz dauerte zwei Tage. Auch im Sommer 1977 mußte die Wehr zu Waldbränden nach Wietzendorf und ins Ostenholzer Moor ausrücken. In diesem Jahr wurde im Zuge der Bauarbeiten zur zentralen Wasserversorgung die ersten Unterflurhydranten installiert. Dadurch verbesserte sich der Brandschutz in Teilen des Dorfes erheblich.

1978 konnte die Wehr auf ihr 40 jähriges Bestehen zurückblicken. Das Jubiläum wurde mit einer kleinen Feier im neuen Unterrichtsraum begangen. Dieser Unterrichtsraum entstand aus dem ehemaligen Gemeindebüro und einem überzähligen Fahrzeugstellplatz. Wiederum konnten die entstehenden Unkosten durch Eigenleistung niedrig gehalten werden. Im Jahr darauf konnten weitere Unterflurhydranten in Betrieb genommen werden.

Im Jahr 1982 erhielt die Feuerwehr Honerdingen als Ersatz für das alte LF 8 einen VW-Bus als MTW. Ein Jahr später kam ein Gerätehänger mit Notstromaggregat und Beleuchtungsgerät hinzu. Diese Geräte konnten von noch vorhandenen Geldmitteln der ehemaligen Gemeinde beschafft werden. Horst Lehmkuhl übernahm in diesem Jahr das Amt des Ortsbrandmeisters.

1984 wurde zum 10 jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr das Kreiszeltlager im Ort durchgeführt. Die Vorarbeiten für dieses Lager begann schon 1983 mit der Herrichtung des Zeltlagergeländes. Zwei Wochen vor Beginn des Lagers liefen die Vorbereitungen auf vollen Touren. Insgesamt 2800 Arbeitsstunden waren nötig, um das Zeltlager durchzuführen. 439 Teilnehmer verlebten eine ereignisreiche Woche im Ort. Im gleichen Jahr wurde der restliche Teil des Dorfes an das zentrale Wassernetz angeschlossen. Dadurch war die ausreichende Versorgung mit Löschwasser gesichert. 35 Hydranten standen jetzt zur Verfügung. Außerdem wurde im Jahr 1984 das MTW mit einem Funkgerät ausgestattet und die Sirenen wurden an die funkgesteuerte Alarmierung durch die Leitstelle Soltau angeschlossen. Im folgenden Jahr erhielt die Feuerwehr Honerdingen zwei weitere Handsprechfunkgeräte und zwei Preßluftatmer. Somit standen jetzt vier Atemschutzgeräte zur Verfügung. Das Jahr 1986 war durch zahlreiche Einsätze geprägt. Insgesamt 12 Einsätze mußten abgearbeitet werden. Davon zahlreiche Großbrände unteranderem beim Studio 78, dem Bierhaus Grünenthal und beim Restaurant Sanssouci in Tietlingen. Beim letzteren Einsatz waren die Temperaturen die größte Herausforderung. Minus 22 Grad stellten die Wehren vor argen Problemen.

Im Jahr 1988 konnte die Wehr ihr 50 jähriges Bestehen feiern. Im Rahmen dieses Jubiläums fand am 29. April ein Kommersabend mit zahlreichen Gästen im Schützenhaus Honerdingen statt. Am selben Ort, einen Tag später, wurde ein großer Jubiläumsball gefeiert. Am 08. Mai folgten fast alle Wehren des Brandabschnitts Fallingbostel der Einladung, an der großen öffentlichen Jubiläumsfeier teilzunehmen. Auf der Wiese neben dem Gerätehaus wurde ein großes Programm angeboten. Neben einer umfangreichen Fahrzeugschau gab es mehrere Vorführungen zu bestaunen. Vorher fand aber noch ein Sternenmarsch durch den Ort statt. Zum Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten wurden am 12. Juni noch die Kreiswettkämpfe in Honerdingen ausgerichtet. 1990 erfolgte ein erster Schritt in die moderne Alarmierung. Die Ortswehr Honerdingen bekam analoge Funkalarmempfänger. Mit den ersten Meldern wurden die Führungskräfte ausgestattet. Somit war auch eine Alarmierung außerhalb des Dorfes möglich.  Durch die Wiedervereinigung hatte die Feuerwehr Honerdingen die Möglichkeit, Kontakt zu einer Wehr in den neuen Bundesländern aufzunehmen. Die Freiwillige Feuerwehr Bergwitz aus Sachsen Anhalt besuchte Anfang 1991 die Honerdinger Wehr. Es folgte ein Gegenbesuch. Ab diesem Zeitpunkt gab es regelmäßige gemeinsame Besuche und Treffen. Im Juli 1991 richtete die Feuerwehr Honerdingen zwei Jugendfeuerwehrzeltlager mit insgesamt 15 Lagertagen aus. Dies war eine große organisatorische Herausforderung, die sich aber gelohnt hatte. Die beteiligten Jugendfeuerwehren bekamen an diesen Tagen eine Menge Spaß und Abwechslung geboten.  

Im Jahr 1993 bekam die Ortswehr Honerdingen als Ersatz für das 11 Jahre alte Mannschaftstransportfahrzeug einen Mercedes-Bus.  Das Fahrzeug konnte Ortsbrandmeister Horst Lehmkuhl am 25. Oktober 1993 in Empfang nehmen. 45675 DM war der Anschaffungspreis für das neue MTF. Ein weiteres Fahrzeug konnte noch im selben Jahr in Dienst gestellt werden. So gehörte nun ein Motorrad, als Geschenk  der befreundeten Feuerwehr Bergwitz, zum Fuhrpark der Feuerwehr Honerdingen. Das Motorrad wurde unteranderem als Meldekrad in der Kreisbereitschaft eingesetzt. Zwei weitere Ereignisse zählten aber auch zu den Höhepunkten im Jahr 1993: So wurde der Stadtfeuerwehrtag im Rahmen der Stadtwettbewerbe ausgerichtet. Außerdem konnte zum ersten Mal mit einer Gruppe an den Landeswettbewerben teilgenommen werden. Einen hervorragenden 11. Platz konnte man sich in Hannover sichern.   
       
Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehr Honerdingen war die Gründung eines eigenen Spielmannszuges. Am 21.02.95 wurde der Spielmannszug an einem Vorstellungsnachmittag ins Leben gerufen. Die Idee dafür kam schon ein paar Wochen vorher. Cord Bergmann sprach damals den Feuerwehrmann Olaf Schimmelpfennig an, der ein Jahr zuvor in die Feuerwehr eingetreten war und schon musikalische Erfahrung aus einem Fanfarenzug mitbrachte. In weniger als 11 Monaten war der Spielmannszug spielfähig und der erste Auftritt war bei der Jahreshauptversammlung am 20. Januar 1996. Der Beifall wollte nach den ersten Stücken gar nicht mehr aufhören. Die Einsatz- und Altersabteilung sowie die Gäste waren begeistert.  In den folgenden Jahren entwickelte sich der Spielmannszug zu einem echten Aushängeschild der Ortswehr Honerdingen.  1995 wurde auch die erste Feuerwehrfrau seit dem zweiten Weltkrieg in die Wehr aufgenommen. Patricia Grote verstärkte von nun an die Reihen der Einsatzabteilung.

1998 konnte die Ortswehr Honerdingen in einer kleinen Feierstunde ihr 60 jähriges Bestehen feiern. Die Wehr zählte, neben dem Spielmannszug und der Jugendfeuerwehr, 44 aktive Mitglieder, 12 Kameraden in der Altersabteilung und 96 fördernde Mitglieder. Kurz vor Weihnachten 1998 wurde eine weitere erfolgreiche Veranstaltung, zusammen mit der Kirchengemeinde Meinerdingen und dem Schützenverein, ins Leben gerufen. Der erste Weihnachtsmarkt fand an der Meinerdinger Kirche statt. Der Markt war ein so großer Erfolg, das er bis heute Bestand hat und alle zwei Jahre stattfindet. 1999 konnte die Jugendfeuerwehr ihr 25 jähriges Jubiläum feiern. Zum Kommersabend im Schützenhaus und zu einem Spieleturnier am Gerätehaus konnten zahlreiche Gäste begrüßt werden. Als fünfter Ortsbrandmeister der Feuerwehr Honerdingen übernahm im selben Jahr Andreas Bergmann das Amt von Horst Lehmkuhl, der 17 Jahre die Geschicke der Wehr leitete.

Gut ausgerüstet und ausgebildet ging es auch in das neue Jahrtausend. Dass das Einsatzgeschehen auch im Jahr 2000 normal weiterlief, konnte die Ortswehr noch bereits in der Millenniumnacht spüren. Bereits um 0:16 Uhr wurden die Honerdinger Einsatzkräfte zu einem Wohnungsbrand nach Walsrode alarmiert. Zum Glück lief dieser Einsatz, der durch eine Silvesterrakete ausgelöst wurde, glimpflich ab.  Mittlerweile waren die räumlichen Verhältnisse sowie die sanitären Anlagen im Gerätehaus nicht mehr zeitgemäß. Der Aufenthaltsraum war für die vielen Aufgabenbereiche der Wehr viel zu klein. So wurde mit den Bauarbeiten für einen Anbau im August 2001 hinter dem Gerätehaus begonnen. Fast die gesamten Arbeiten wurden in Eigenleistung durchgeführt. Im November 2001 konnte bereits Richtfest gefeiert werden. Die Arbeiten konnten im Jahr 2002 abgeschlossen werden. Der Stadt Walsrode kostete der Anbau, bedingt durch die vielen Eigenleistungen, lediglich 69000 DM. Insgesamt wurden über 11000 Stunden geleistet. Im neuen Anbau war jetzt ein großer Aufenthaltsraum, eine Küchenzeile, ein großer Jugendraum für Spielmannszug und Jugendfeuerwehr, sowie moderne sanitäre Anlagen für Männer und Frauen untergebracht. Ebenfalls im Jahr 2001 konnte die Feuerwehr Honerdingen eine weitere Aufgabe in der Kreisfeuerwehr übernehmen. Das neu beschaffte Dekontaminationsfahrzeug wurde ab April durch Honerdinger Kameraden im Einsatzfall besetzt. Viele Ausbildungs- und Übungsstunden waren nun hierfür notwendig. Das Dekonfahrzeug wurde neben den Einsätzen im Gefahrgutbereich auch im Logistikzug der Kreisbereitschaft eingesetzt.

2002 sollte in jeglicher Hinsicht ein besonderes Jahr für die Feuerwehr Honerdingen werden. Bedingt durch die Wetterkapriolen im gesamten Jahr war es das unruhigste Jahr seit Bestehen der Ortswehr. Insgesamt mussten 14 Einsätze abgearbeitet werden. Darunter der längste Einsatz in der Geschichte der Wehr. Vom 19. – 23. August 2002 wurden im Rahmen der Kreisbereitschaft insgesamt 17 Kameraden aus Honerdingen beim Elbehochwasser in Schnackenburg eingesetzt.  Es gab aber auch erfreuliche Momente: So konnte der Anbau mit einem offiziellen Festakt am 30. November eingeweiht werden. Außerdem wurde ein neues Löschgruppenfahrzeug in Dienst gestellt. Das 28 Jahre alte Vorgängermodell wurde durch ein modernes Fahrzeug ersetzt. Auch der Beleuchtungsanhänger war in seiner bisherigen Form nicht mehr erforderlich, da die entsprechende Gerätschaften auf dem neuen Fahrzeug verlastet werden konnten.  Bedingt durch den guten Ausbildungstand der Wehr und der modernen Ausrüstung verlagerte sich das Einsatzgeschehen in den nächsten Jahren immer mehr auch außerhalb des eigenen Einsatzgebiets.

Aufgrund der allgemeinen Umstrukturierung der Kreisbereitschaften in Niedersachsen endete 2004 für die Ortswehr Honerdingen die Zeit in der Kreisbereitschaft Süd.  Über 40 Jahre gehörte man dem Brandbekämpfungszug an.  Die Arbeit im Dekontaminationszug, zusammen mit den Feuerwehren Hodenhagen und Groß Eilstorf, gehörte von nun an zu den neuen Aufgaben in der Kreisfeuerwehr. Im Frühjahr 2005 konnte der Verein zur Förderung der Dorfjugend eine Wiese gegenüber des Gerätehauses erwerben. Neben einem Bolzplatz entstand auch eine Fläche, die der Ortswehr Honerdingen für Übungszwecke zur Verfügung steht. Die Wettbewerbsgruppen finden hier hervorragende Übungsbedingungen. Im September 2005 nahm man zum zweiten Mal an Wettbewerben auf Landesebene teil. Ein 7. Platz im Vorjahr bei den Bezirkswettbewerben reichte für die Qualifikation. In Tarmstedt konnte sich die Wettbewerbsgruppe um Mirko Kruse einen 21. Platz sichern. Am 19. Januar 2006 wurde der Dekonzug in die neugegründete Kreisbereitschaft Umwelt eingegliedert. Bereits fünf Stunden nach der offiziellen Indienststellung kam es auch schon zur ersten Bewährungsprobe der Umweltbereitschaft. Ein großer Gefahrgutunfall bei Dorfmark forderte alle vier Fachzüge. Eine Besonderheit gab es bei den Kreiswettbewerben 2006 in Hamwiede. Die beiden Honerdinger Wettbewerbsgruppen konnten sich in ihren jeweiligen Wertungsklassen (LF und Feste Gruppen) den ersten Platz sichern. 2007 begann auch für die Einsatzkräfte in Honerdingen das Zeitalter der Brandmeldeanlagen. Im Zuständigkeitsbereich der Ortswehr wurde die erste Brandmeldeanlage in Betrieb genommen. Prompt kam es auch gleich zu einem Fehlalarm. Neun weitere Anlagen sind bis heute dazu gekommen. Im August 2008 konnte die Wehr ein neues MTF  übernehmen. Der Ford Transit ersetzte den mittlerweile 15 Jahre alten Mercedes Bus. Das Vorgängermodell hatte über 93000 KM gelaufen. Am 11. Februar 2009 wurde das neue Fahrzeug in einer kleinen Feierstunde offiziell übergeben. Im Herbst 2009 machte eine mögliche Pandemie  Schlagzeilen: die Schweinegrippe verunsicherte die Menschen in Deutschland. Auch die Feuerwehren wollten sich mit einer Impfung vor dieser möglichen Gefahr schützen. Von den ursprünglich zwanzig gemeldeten Kameraden aus Honerdingen, ließen sich dann nur elf impfen. Letztendlich verschwand die Schweinegrippe wieder so schnell, wie sie kam. 2010 verbesserte sich die Sicherheit der Atemschutzgeräteträger. Neue Überjacken und –hosen wurden durch die Stadt Walsrode angeschafft. Aus der gewohnten Farbe Orange wurde erstmalig Schwarz.

Im März 2011 übernahm der sechste Ortsbrandmeister in der Geschichte der Feuerwehr Honerdingen sein Amt. Michael Schlüter löste seinen Vorgänger Andreas Bergmann nach zwölf Jahren Amtszeit ab. In 2011 konnte ein besonderes Jubiläum gefeiert werden. Das Dreiländerecktreffen fand zum 25. Mal statt. Seit 1986 findet dieses kameradschaftliche Treffen der Feuerwehren Bad Fallingbostel, Bomlitz und Honerdingen am „Dreiländereck“ im Waldgebiet Badenhop statt. Ein besonderes Datum für die Wehr im Jahr 2011 ist der 21. August. Die siebte Kinderfeuerwehr im Landkreis Heidekreis wurde an diesem Tag in Honerdingen gegründet. 21 Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren konnte die neue Kinderfeuerwehrwartin Mareike Dopmann an diesem Nachmittag als Gründungsmitglieder begrüßen. Bei den Stadt- und Kreiswettbewerben nimmt erstmals eine reine Frauengruppe teil und kann sich mit guten Platzierungen gegenüber der fast ausschließlichen männlichen Konkurrenz behaupten. Im Herbst werden turnusmäßig sämtliche Unterflurhydranten überprüft. Mittlerweile sind dies über 130 Hydranten in Honerdingen, Tietlingen und im Gewerbegebiet Vorbrück. In der Vorweihnachtszeit findet eine neue Veranstaltung in der Honerdinger Bevölkerung großen Anklang. Das Tannenbaumfest „Der Baum brennt“ wird erstmalig durch die Altersabteilung organisiert. Ein großer, beleuchteter Tannenbaum wird in Zukunft den Feuerwehrvorplatz in der Weihnachtszeit erleuchten.

In 2012 wird ebenfalls eine neue Veranstaltung ins Leben gerufen. Gegenüber vom Gerätehaus wird bei eisigen Temperaturen eine Eisbahn aufgebaut und unter Flutlicht wird Anfang Februar das erste Honerdinger Eisvergnügen durchgeführt. Aufgrund des Erfolges wird das Eislaufen im Januar 2013 wiederholt. Ein wiederum neues Zeitalter in der Alarmierung beginnt ab dem 19. Juli 2012. An 26 Kameraden werden neue digitale Funkmeldeempfänger verteilt. Im Dezember bekommt die Kinder- und Jugendfeuerwehr die Zusage über eine Spende von DOW Wolff Cellulosics in Höhe von 3500 Euro. Von dem Geld soll ein neuer größerer Anhänger beschafft werden. Der alte Anhänger aus dem Jahr 1983 wird im Sommer 2013 außer Dienst gestellt. In 2013 feiert die Ortswehr Honerdingen mit verschiedenen Veranstaltung das 75. jährige Jubiläum. Am 11. Mai findet ein großer Kommersabend im Schützenhaus statt. Einen Tag vorher wird vor dem Gerätehaus ein großer Findling als Erinnerung zum Jubiläum aufgestellt. Initiator ist die Altersabteilung. Am 15. Juni findet der Stadtfeuerwehrtag in Honerdingen statt. Fast 25 Gruppen starten bei den Stadtwettbewerben. Eine Woche später, am 23. Juni, richtet die Feuerwehr Honerdingen zum zweitenmal die Kreiswettbewerbe aus. Diesesmal gehen über 35 Gruppen an den Start. Nach einer kurzen Sommerpause findet Ende August der Kreischampions-Cup statt. Mitte September treffen sich die Jugendfeuerwehren des Heidekreises in Honerdingen, um an der Dieter-Schwarze-Plakette teilzunehmen. Der Höhepunkt im Jubiläumsjahr folgte aber am 02. Oktober. Auf dem Hof Meinerdingen fand ein großer Zapfenstreich statt. Diese besondere musikalische Zeremonie  verfolgten hunderte Zuschauer. Auch viele Abordnungen von Feuerwehren aus dem Brandabschnitt Fallingbostel waren vertreten.      
Zum Abschluß der Jubiläumsfeierlichkeiten fand im Schützenhaus eine große Abschlußparty mit der Partyband "Die Corrados" statt. Die Party endete erst in den frühen Morgenstunden. Alle Jubiläumsveranstaltungen verliefen optimal und zur vollsten Zufriedenheit der Organisatoren. Im Jubiläumsjahr besteht die Feuerwehr Honerdingen aus insgesamt 114 Mitgliedern. Zwei neue technische Geräte konnte die Ortswehr Honerdingen in 2013 entgegennehmen. Für den fast dreißig Jahre alten Stromerzeuger gab es eine Ersatzbeschaffung. Außerdem gab es im November einen Überdrucklüfter. Dieses neue Gerät wird in der Zukunft ein wichtiger Baustein in der Brandbekämpfung sein.

Anfang 2014 wird aus eigenen Mitteln ein Hydroschild angeschafft. Zusätzlich wird das Löschgruppenfahrzeug mit Pressluftfanfaren ausgestattet. Die im Jubiläumsjahr 2013 genutzte Wettbewerbswiese wurde von P. Kuhlmann angepachtet.
Zukünftig wird die Jugendfeuerwehr und die Wettbewerbsgruppe die Wiese zu Übungszwecken nutzen.   Außerdem gab es einen neuen Übungsturm für den Platz. Die Stadtwerke Böhmetal beteiligte sich zur Hälfte an den Anschaffungskosten. Im September 2014 richtet die Feuerwehr Honerdingen zum erstenmal den Kreiskinderfeuerwehrtag aus. Acht Kinderfeuer- wehren aus dem gesamten Landkreis beteiligen sich an dieser Veranstaltung. Ebenfalls im September qualifiziert sich die Wettbewerbsgruppe zum dritten Mal für den Landesentscheid. Die Gruppe kann einen guten 5. Platz beim Regionalentscheid in Lamstedt erzielen. Eine neue Veranstaltung wird ins Leben gerufen. Erstmals wird ein Pokalwettbewerb in Honerdingen durchgeführt. Am sogenannten "Hermann-Löns-Pokal" nehmen mehrere Gruppen teil. Im November 2014 wird auch ein neues Kapital in der Funktechnik aufgeschlagen. Fünf neue Hand-Digitalfunkgeräte (sogenannte HRTs) werden ausgeliefert und sollen den analogen 2-Meter Funk ersetzen. Im April 2015 ist das analoge Funken Geschichte bei der Feuerwehr Honerdingen. In beide Einsatzfahrzeuge werden digitale Funkgeräte (MRTs) eingebaut. Die Wiese gegenüber des Gerätehauses wird von Peter Kuhlmann gepachtet und zu einem Wettbewerbsplatz für die Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr umgebaut. Damit ein Üben bei Dunkelheit möglich ist, wird der Platz mit vier Straßenlaternen ausgestattet. Außerdem wird die Stellfläche für das Fahrzeug gepflastert. Beim Landesentscheid erreicht die Wettbewerbsgruppe um Gruppenführer Mirko Kruse die beste Platzierung in der bisherigen Geschichte der Feuerwehr Honerdingen. Platz Fünf steht am Ende auf der Ergebnisliste.
Im Sommer 2016 werden erste Gespräche mit der Stadtverwaltung bezüglich eines Umbaus des Gerätehauses geführt. Geplant ist eine größere Fahrzeughalle und ein Umkleidebereich. Einen weiteren tollen Erfolg kann sich die Wettbewerbsgruppe beim Regionalentscheid in Klein Meckelsen mit dem 3. Platz sichern. Im Dezember 2016 werden vier neue Atemschutzgeräte in Dienst gestellt.
Es handelt sich um eine Ersatzbeschaffung für Geräte, die bereits über 25 Jahre im Einsatz waren. Ebenfalls im Dezember wurden Ortsbrandmeister Michael Schlüter und sein Stellvertreter Mirko Kruse für weitere sechs Jahre wiedergewählt. Im Frühjahr 2017 wird im Stadtrat Walsrode beschlossen,einen Brandschutzbedarfsplan für die Stadt Walsrode aufzustellen. Bis zum endgültigen Ergebnis werden die weiteren Planungen für den Umbau des Gerätehauses verschoben. Anfang August 2017 wird der Honerdinger Ortsbrandmeister Michael Schlüter vom Stadtkommando zum stellvertretenden Stadtbrandmeister gewählt.

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