Ein auf und ab ohne Happy End. So kann man den Sonntag am 06.09.2026 beim Landesentscheid in Bodenwerder zusammenfassen. Schon am frühen Morgen gegen 5:30 Uhr trafen sich die Gruppenmitglieder am Gerätehaus Honerdingen, um sich gemeinsam mit zwei Mannschaftstransportfahrzeugen und dem Löschgruppenfahrzeug auf die fast zweistündige Fahrt Richtung Südniedersachsen zu machen. Nach einem gemeinsamen Frühstück vor Ort ging es auch gleich planmäßig um 8:30 Uhr mit den ersten Modulen los. Während die Gruppe den Löschangriff erfolgreich ohne Fehler und mit einem Zeittakt von 2,41 Sekunden absolvierte, wurde auch zeitgleich das Funkmodul durchlaufen. Auch hier konnte eine fehlerfreie Durchführung notiert.
Weiter ging es mit der Fahrprüfung und hier sorgten äußere Umstände für einen unschönen Verlauf. Während die ersten Aufgaben fehlerfrei verliefen, funktionierte das rückwärts Einparken überhaupt nicht. Die Sonne stand so ungünstig, dass sie direkt in den Außenspiegel des Fahrzeugs schien und der Maschinist keine Möglichkeit hatte, irgendetwas rückwärtig zu erkennen. Daraufhin musste er die Fahrprüfung aufgrund der Sicherheit abbrechen. Das Fahrzeug blieb fast 1,5 Meter vom eigentlichen Ziel stehen, was deutliche Minuspunkte zu Folge hatte. Es wurde aber Einspruch eingelegt, um die Möglichkeiten einer Wiederholung zu haben. Eine Entscheidung sollte aber erst später erfolgen.
Weiter ging es mit dem Atemschutz-Modul und dem Kuppeln der Saugleitung. Hier lief es wieder fast optimal. Keine Fehler mussten seitens der Schiedsrichter notiert werden und die Stoppuhren blieben bei guten Zeiten stehen. 53,86 Sekunden beim Atemschutz-Modul und 36,4 Sekunden bei dem Kuppeln der Saugleitung. Insgesamt also 92,67 Sekunden für alle drei Zeittakte.
Die Stimmung zu diesem Zeitpunkt war innerhalb der Gruppe sehr gut. Die Zeiten waren gut und man war sich relativ sicher, dass dem Einspruch entsprochen wird und die Fahrübung wiederholt werden kann. Eine gute Platzierung im vorderen Feld wäre also noch möglich gewesen. Aber leider kam es anders. Die Wettbewerbsleitung sah den äußeren Einfluss durch die Sonne nicht gegeben und wies den Einspruch zurück. Eine Entscheidung, die für uns nicht nachvollziehbar ist und die wir auch deutlich und scharf kritisieren !!
Die Begründung der Wettbewerbsleitung war mehr als fragwürdig und eigentlich sollte es ja auch heißen: Im Zweifel für den Angeklagten.
So war der Frust doch sehr groß und man wartete auf die Siegerehrung, die pünktlich um 16 Uhr begann.
Hier stellte sich schnell heraus, dass das Niveau nach dem letzten Regionalentscheid und Landesentscheid sich deutlich gesteigert hatte und 12 Gruppen den vollen Zielerreichungsgrad von 100 Prozent erreichen konnten. Darunter auch die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Benzen, die von 40 Gruppen den sechsten Platz belegten. Bei uns stand am Ende der 36. Platz auf der Ergebnisliste mit 90 Prozent Zielerreichungsgrad und den besagten 92,67 Sekunden Gesamtzeittakt.
Sieger wurde die Feuerwehr Schoholtensen/Altenhagen mit einem Gesamtzeittakt von 78,28 Sekunden, vor der Feuerwehr Kalbe mit 85,04 Sekunden und Klein Meckelsen mit 91,4 Sekunden.